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Do. 12. September 2013 - 20:00 Uhr        V E R G I S S   D E I N   E N D E
Deutschland 2011, 93 min, Regie Andreas Kannengießer  
Im Rahmen des Demenztages
vergiss-dein-ende
Inhalt:  Ein alter Mann, dessen Partner gestorben ist, fährt ans Meer, um sich in seinem Ferienhaus das Leben zu nehmen.
Dort erhält er unerwartet Besuch von seiner Nachbarin obwohl deren demenzkranker Mann auf sie angewiesen ist.
Bemerkenswerter Debütfilm über zwei verzweifelte Menschen. Ein genaues, mit psychologischem Blick erfasstes Drama,
das durch exzellente Schauspieler glänzt und die unterschiedlichen Zeitebenen elegant durch vorzügliche Montage verbindet.

Do. 10. Oktober 2013 - 20:00 Uhr            Z W I S C H E N   U N S   D A S   P A R A D I E S
D/Bos.-Herzegowina/Ö/Kroatien  2010 -100 min, Regie: Jasmila Zbanic    Im Rahmen der Interkulturelle Woche
paradies
Inhalt:  Ein junges Paar in Sarajewo droht sich voneinander zu entfremden, als sich der Mann einer wahabitischen Gemeinde
anschließt, deren radikalislamische Lebens- und Glaubenspraxis die Frau abstößt. Beeindruckend ist die differenzierte Darstellung der Wahabiten-Bewegung, die auf schlichte Schwarz-weiß-Zeichnungen verzichtet und die menschlichen Impulse hinter den religiösen Bewegungen aufspürt.

Do. 14. November 2013 - 20:00 Uhr         H A U S   T U G E N D H A T
Deutschland 2013 - 117 min, Regie: Dieter Reifarth
tugendtad
Inhalt:  Die Villa Tugend in der tschechischen Stadt Brünn wurde 1928 von Mies van der Rohe erbaut. Das Meisterwerk der Architektur zählt zum Weltkulturerbe. In einem grandiosen Bogen verbindet der Dokumentarfilm Bilder der Architektur mit der wechselhaften Geschichte des Bauwerks und dem Schicksal der Erbauer: Nach 1945 kehrt die Familie nach Europa zurück und hat trotz ihrer Entwurzelung in der Nachkriegsgesellschaft markante Spuren hinterlassen.

Do. 12. Dezember 2013 - 20:00 Uhr        M U T T E R   U N D   S O H N
Rumänien 2013 - 112 min, Regie: Calin Peter Netzer
mutter-sohn
Inhalt: Ein Mann verursacht einen Unfall, bei dem ein Kind stirbt. Seine Mutter will verhindern, dass er bestraft wird.
Ein hochkonzentriertes Drama um eine ungesunde Mutter-Sohn-Beziehung, zugleich das bissige Porträt einer post sozialistischen Gesellschaft, in der das Geld oberste Instanz ist.

Do. 09. Januar 2014 - 20:00 Uhr              D I E   J A G D
Dänemark/Schweden 2012 - 120 min, Regie: Thomas Vinterberg
jagd
Inhalt:  In einem dänischen Dorf wird ein introvertierter Mann des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Ehe er sich versieht, bricht eine Welle der Aggression über ihn herein, die seine bisherige Existenz unter sich begräbt. Die ökonomische Inszenierung registriert aufmerksam die um sich greifende Paranoia der Öffentlichkeit und wandelt sich zunehmend zur moralischen Parabel, ohne dabei die gesellschaftlichen Mechanismen aus den Augen zu verlieren.

Do. 13. Februar 2014 - 20:00 Uhr            O H   B O Y
Deutschland 2012 - 85 min, Regie: Jan Ole Gerster
oh boy
Inhalt: Ein zielloser junger Mann, der längst sein Studium aufgegeben hat und nun ohne finanzielle Unterstützung seines Vaters auskommen muss, lässt sich einen Tag und eine Nacht durch Berlin treiben und begegnet dabei an den unterschiedlichsten Orten den unterschiedlichsten Menschen. Episodenhaft strukturierte melancholische Komödie, die mal mit perfekt getimten Sketchen, mal mit Pointen reichem Dialogwitz unterhält. Der Schwarz-Weiß-Film gewinnt mit kühl unterlegtem Jazz eine traumhafte und streng stilisierte Qualität.

Do. 14. März 2013 - 20:00 Uhr     H A N N A H   A R E N D T   
http://www.hannaharendt-derfilm.de/
D/ F/ Israel/ Luxemburg 2012 – 113 min, Regie: Margarete von Trotta
KinoK3_hannah-arendt

Inhalt:  Spielfilm über die Philosophin Hannah Arendt, vor allem ihre Beobachtung und Bewertung des Prozesses gegen
Adolf Eichmann. Verdichtet zum dynamischen Porträt einer bemerkenswerten Denkerin, fesselt der Film als spannendes,
persönliches Drama, bei dem die Schilderung des New Yorker Milieus der deutsch-jüdischen Emigranten überzeugt.

Do. 11. April 2013 - 20:00 Uhr     W E   N E E D   T O   T A L K   A B O U T   K E V I N
http://www.fugu-films.de/site_german/german_filme_kevin.html
GB/ USA 2011 – 112 min, Regie: Lynne Ramsey
KinoK3_Kevin

Inhalt:  Ein Junge hat in seiner Schule ein Massaker verübt. Mit suggestiv-experimenteller Bildsprache fokussiert der Film auf die Perspektive seiner traumatisierten Mutter. Ohne die Ursachen des Amoklaufs erklären zu wollen, formuliert der Film in seiner subjektiven Herangehensweise das Entsetzen und die Fassungslosigkeit angesichts einer Gewalttat, die sich einem rationalen Zugriff zu verweigern scheint.

Do. 09. Mai 2013 - 20:00 Uhr    L I E B E
http://www.kino.de/kinofilm/liebe/135206
F/ D/ Österreich 2012 – 127 min, Regie: Michael Haneke
KinoK3_Liebe

Inhalt:  Ein altes Ehepaar ist sich auch nach Jahrzehnten noch in Liebe zugetan. Als die Frau einen Schlaganfall erleidet,
beginnt sich ihr Leben entscheidend zu ändern. Das meisterlich inszenierte Kammerspiel fasst nüchtern die Unausweichlichkeit des Todes ins Auge, ohne die Grenze zur Sentimentalität zu überschreiten. Der tief berührende Film über die Liebe und die Vergänglichkeit der Menschlichen Natur ist eine für viele Auslegungen offene Meditation über das Ende, bar aller Illusionen, gleichwohl getragen von großer Würde.

Do. 13. Juni 2013 - 20:00 Uhr    MARINA ABRAMOVIC: THE ARTIST IS PRESENT
USA/ NL 2012 – 106 min, Regie: Matthew Akers
http://marinafilm.com/
KinoK3_Marina

Inhalt:  Dokumentarfilm über die Performance-Künstlerin, der im Zuge der Ausstellung „Marina Abramovic: The Artist is Present“, mit der das New Yorker MoMA die Künstlerin 2010 ehrte, Leben und Werk der „Grande Dame“ beleuchtet.
Der Film huldigt ganz dem Charisma seiner Protagonistin, ist dabei auch mehr als nur ein Künstlerporträt, setzt er sich doch grundlegend mit der Performance-Kunst auseinander.

Do. 11. Juli 2013 - 20:00 Uhr     P A R A D I E S :   L I E B E
http://www.imdb.de/title/tt1403214/maindetails
Österreich/ D/ F 2012 - 121 min, Regie: Ulrich Seidl
paradies-liebe-kinok3
Inhalt:  Der Auftakt einer „Paradies“-Trilogie verdichtet deren Thema, die Sehnsucht nach Liebe und den Zusammenprall
der Sehnsucht mit der Realität, zur bildmächtigen Erzählung. Vor dem Hintergrund eines Urlaubsresorts in Kenia muss eine
50-jährige Urlauberin begreifen, dass die erotischen Abenteuer mit jungen einheimischen Männern keineswegs auf innerer Zuneigung beruhen, sondern Sex ein Geschäft ist, das ganze Familien ernährt. Der Film überzeugt durch die Verbindung
zwischen bitterem, fast zynischem Sarkasmus, Komik und abgrundtiefer Traurigkeit.

 

Filme von September 2012 bis Februar 2013

Do. 13. September 2012 - 20:00 Uhr     D E I N   W E G
USA/ Spanien  2010 – 120 min, Regie: Emilio Estevez      http://www.deinweg-film.de/
dein-weg

Inhalt: Ein alter Mann tritt stellvertretend für seinen Sohn, der auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela tödlich verunglückte, den Camino an. Bald gesellen sich Mitreisende zu ihm. Auf dem an Begegnungen reichen Weg wächst die Gruppe zur Gemeinschaft zusammen, wobei sich hinter den teils profanen Motiven für den Pilgergang tiefer reichende Sehnsüchte offenbaren. Eine höchst reizvolle Auseinandersetzung mit dem Jakobsweg, die die Vielgestaltigkeit und Ambivalenzen modernen Pilgerns reflektiert.

kaddisch-freund
Do. 11. Oktober 2012 - 20:00 Uhr       K A D D I S C H   F Ü R   E I N E N   F R E U N D
Deutschland 2011 - 93 min, Regie: Leo Khasin        Im Rahmen der Interkulturelle Woche
Inhalt: Ein 14-Jähriger, der mit seiner palästinensischen Familie in Deutschland nur geduldet ist, wird erwischt, als er mit Freunden in Berlin die Wohnung eines aus Russland emigrierten Juden verwüstet. Um der Abschiebung zu entgehen, muss er bei der Renovierung helfen. Ein kammer-spielartiges Drama, das in der Generationen übergreifenden Annäherung die ganze Gefühlsskala historischer Verwicklungen anklingen lässt, wobei am Ende die Freundschaft über politische-religiöse Dogmen siegt. Der beachtliche Debütfilm vertraut auf die Konventionen einer naturalistischen Inszenierung, geizt aber auch nicht mit komischen Momenten. www.kaddischfuereinenfreund-derfilm.de
carte-blanche
Do. 08. November 2012 - 20:00 Uhr     C A R T E  B L A N C H E
Schweiz/ Deutschland 2011- 91 min, Regie: Heidi Speconga     http://www.carteblanche-thefilm.com/
Inhalt: Dokumentarfilm über die Versuche des Strafgerichtshofs in Den Haag einen Prozess gegen den kongolesischen Politiker Bemba wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu eröffnen. Im Mittelpunkt der klug strukturierten Recherche stehen mehrere Mitarbeiter des Gerichts, die in der Zentralafrikanischen Republik Spuren der systematischen Vergewaltigungen durch Bembas Truppen im Oktober 2002 sichern sollen. Ein spannender, reflektierter Film, der deutlich macht, warum der Einsatz für Gerechtigkeit ein unmittelbar einleuchtendes Gebot der Mitmenschlichkeit ist. Dokumentar-Filmpreis Goethe-Institut  
barbara

Do. 13. Dezember 2012 - 20:00 Uhr     B A R B A R A
Deutschland 2011 - 105 min, Regie: Christian Petzold     http://www.barbara-der-film.de/
Inhalt: In der DDR der frühen 1980-er Jahre plant einer Ärztin ihre Flucht nach Westen. Doch durch ihre Arbeit im Provinzkrankenhaus sowie Begegnungen mit dem Chefarzt kommen ihr Zweifel an dem Vorhaben. Der eindrucksvoll gespielt und inszenierte Film nutzt die sich eher behutsame andeutende Liebesgeschichte, um ebenso differenziert wie grundsätzlich Freiheits- und Glücksmöglichkeiten auszuloten. Silberner Bär Berlinale 2012    
ai-wiewei

Do. 10. Januar 2013 - 20:00 Uhr     A I  W E I W E I  -  N E V E R  S O R R Y
USA 2012 - 91 min, Regie: Alison Klayman     http://aiweiweineversorry.com/
Inhalt: Dokumentarfilm über den chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei, der sich zunehmend der Willkür der Behörden ausgesetzt sieht. Der Film interessiert sich weniger für Ais ästhetische Qualitäten, sondern konzentriert sich auf seine Rolle als politischer Agitator. Man gewinnt einen Einblick in die Gepflogenheiten chinesischer Behörden. Ein vielseitiges Porträt eines Mannes, der mit den Mitteln der Kunst um gesellschaftlich-politische Veränderungen ringt.
alpen

Do. 14. Februar 2013 - 20:00 Uhr    A L P E N   
Griechenland 2011 - 93 min, Regie: Giorgios Lanthimos     http://www.kino.de/kinofilm/alpen/139539
Inhalt: Die „Alpen“ sind eine Gruppe aus zwei Männern und Frauen, die einer skurril-makabren Beschäftigung nachgehen.
Für Menschen, die Angehörige oder Freunde verloren haben, schlüpfen sie in die Rolle der Verlorenen, um deren Verlust zu überbrücken. Im Spannungsfeld zwischen der nüchternen Realität eines tristen urbanen Griechenlands und absurd-theatralen Performances entwickelt der Film das Ringen um einen emotionalen und gesellschaftlichen Platz als verstörendes, zwischen Komik, Schrecken und Zärtlichkeit changierendes Drama. Filmfestspiele Venedig 2011 Bestes Drehbuch
Filme von März bis Juli 2012

Do. 08. März 2012 – 20.00 Uhr   Halt auf freier Strecke  http://halt-auf-freier-strecke.pandorafilm.de/
Deutschland 2011 – 110 min, Regie: Andreas Dresen
halt auf freier strecke

Inhalt: Ein Familienvater erkrankt an einem Hirntumor und hat nur noch kurze Zeit zu leben. Zunächst kann der Kranke seinen Alltag noch fortführen, dann aber macht sich die zerstörerische Wirkung des Geschwürs bemerkbar. Eindringlicher Film über körperliche und emotionale Auswirkungen eines Krankheitsverlaufs und Sterbeprozesses. Ohne Beschönigung und Rührseligkeit wird der Zuschauer mit den Tatsachen des Sterbens konfrontiert, wobei dessen Ungeheuerlichkeit Schritt für Schritt abgebaut wird. 3 Preise beim Bayerischen Filmpreis 2012

Do. 12. April 2012 – 20.00 Uhr    Und dann der Regen http://www.und-dann-der-regen.de/
Spanien/Frankreich/Mexiko 2010 – 103 min, Regie: Iciar Bollain
und dann der regen

Inhalt: Ein Filmteam dreht in Bolivien einen Film über die Ankunft von Christopher Kolumbus in der „neuen Welt“. Die Rollen der „historischen“ Indios werden mit indigenen Darstellern besetzt, die  aber mit dem Widerstand gegen aktuelle Unterdrückungsmechanismen beschäftigt sind. Vor allem der Konflikt um die Nutzung des Regenwassers entwickelt sich zunehmend explosiv. Ein bildgewaltiges, vorzüglich gespieltes Drama, das im Rahmen einer klug konstruierten Film-in Film-Geschichte auf mehreren Ebenen über vergangene und gegenwärtige Formen der Ausbeutung reflektiert. Spanischer Filmpreis Goya, Publikumspreis der Berlinale

Do. 10. Mai 2012 – 20.00 Uhr The Artist   http://theartist-derfilm.de/
Frankreich 2011 – 100 min, Regie: Michel Hazanavicius
artist

Inhalt: Für einen Stummfilm-Star bedeutet die Umstellung der Hollywood-Industrie auf die „Talkies“ Ende der 1920-er Jahre das Ende seiner Karriere und ein persönliches Desaster. Als Hommage an die Erzählkunst des frühen Kinos verzichtet der Film auf Farbe, Geräusche und Sprache und zündet ein Feuerwerk an Inszenierungseinfällen, um die ureigensten Ausdrucksmittel des filmischen Mediums hochleben zu lassen. Trotz der dramatischen Handlung eine genussvolle, elegante Beschwörung der Zeitlosigkeit und Magie des Kinos. Nominierungen für den Oscar 2012

Do. 14. Juni 2012 – 20.00 Uhr     Der Junge mit dem Fahrrad   http://www.derjungemitdemfahrrad.de
Belgien/Frankreich/Italien 2011 – 87 min, Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne    


junge mit dem fahrrad

Inhalt: Ein Zwölfjähriger will sich nicht damit abfinden, dass ihn sein Vater ins Kinderheim abgeschoben hat. Voller Wut und Verzweiflung fährt er ihm auf seinem Fahrrad hinterher und bettelt darum, dass er ihn wenigstens ab und zu anrufen möge. In seiner Bedürftigkeit lässt er sich wahllos von Fremden helfen, wobei er an eine Friseurin gerät die sich bedingungslos seiner annimmt. Ein leises, genau beobachtetes und kunstvoll verdichtetes Sozialdrama, das bodenständig von der Erfahrung einer unbedingten Liebe handelt und mit der Aussicht auf Glück belohnt. Großer Preis der Jury Filmfestival Cannes, Europäischer Filmpreis

Do. 12. Juli 2012 - 20:00 Uhr    Gerhard Richter Painting     http://www.gerhard-richter-painting.de/
Deutschland 2011 - 101 min, Regie: Corinna Belz
gerhard richter paintings

Inhalt: Dokumentarfilm über den Maler, Bildhauer und Fotografen Gerhard Richter, der den Künstler beim Schaffen einiger Werke, aber auch auf dem Parkett des Kunstmarktes begleitet. Der Film lässt genügend Raum für die Beobachtung des Schaffensprozesses sowie für die (Selbst-) Reflexionen Richters, der interessante Einblicke in seine Denkwelt gestattet, sodass sich der Film zum spannenden Porträt rundet. Einführung durch W. Meyer, Leiter der Kunsthalle Göppingen

Archiv - September 2011 bis Februar 2012

in-einer-besseren-welt
Do. 08. September 2011 - 20:00 Uhr     I N   E I N E R   B E S S E R E N   W E L T
Dänemark/Schweden 2010 - 117 min, Regie Susanne Bier
www.ineinerbesserenwelt-film.de
Inhalt: Der Zwiespalt, ob Gewalt mit Gegengewalt eingedämmt werden kann oder nicht, stellt sich für einen skandinavischen Arzt auf gleich doppelte Weise: Im Rahmen seiner Arbeit in Afrika muss er entscheiden, ob seine ärztliche Hilfe auch einem grausamen Warlord zugute kommen darf, während er daheim Stellung dazu beziehen muss, dass sein Sohn von Mitschülern gemobbt und traktiert wird. Sehr spannendes Melodram, hinter dem sich eine raffinierte diskursive Versuchsanordnung zum Thema Rache offenbart, die in einer Folge sich zuspitzender Szenen die Argumente abwägt. Vorzüglich gespielt, aktualisiert der Film einen ethischen Grundkonflikt auf mitreißende Weise. Filmdienst: „sehenswert“

almanya
Do. 13. Oktober 2011 - 20:00 Uhr   A L M A N Y A - W I L L K O M M E N   I N   D E U T S C H L A N D
Deutschland 2010 - 101 min, Regie Yasemin Samdereli 
www.almanya-film.de
Inhalt: Als der kleine Enkel türkischer Einwanderer nachfragt, ob er und seine in Deutschland lebende Familie nun türkisch oder deutsch seien, wird das für den vielköpfigen Clan zum Anlass, die Familiengeschichte aufleben zu lassen. Zugleich soll eine Reise in die einstige anatolische Heimat der Großeltern alte Bande stärken. Einfallsreiche, mit vielen Rückblenden und surrealen Exkursen jonglierende Familienkomödie, die satirisch und mit liebevollem Augenzwinkern deutsch-türkische bzw. türkisch-deutsche Vorurteile aufs Korn nimmt, um die alltagstaugliche Lebbarkeit einer multikulturellen Identität zu feiern. Filmdienst: „sehenswert“

weissenhof
Do. 10. November 2011 - 20.00 Uhr      I M   H I M M E L   U N T E R   D E R   E R D E
Der Jüdische Friedhof Weißensee, Deutschland 2011 - 95 min, Regie Britta Wauer
Inhalt: Dokumentarfilm über den 1880 eröffneten Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. Der Film streift durch Vergangenheit und Gegenwart des magischen Ortes entlang den Verwerfungen der Zeitgeschichte, zugleich mit vielen intimen Erinnerungen, wobei er nicht chronologisch, sondern atmosphärisch strukturiert ist, was überraschende neue Einsichten ermöglicht. Die geschichtlichen Fakten werden ohne jede didaktische Attitüde mit Informationen aus dem Innenleben der jüdischen Religion durchsetzt. Filmdienst: „sehenswert“

naokos laecheln
Do. 08. Dezember 2011 - 20.00 Uhr     N A O K O S   L Ä C H E L N
Japan 2010 - 133 min, Regie Tran Anh Hung
www.naoko.pandorafilm.de
Inhalt: Elegisches Drama über die Beziehung eines jungen Mannes zu einem Mädchen, mit dem ihn einst eine Jugendfreundschaft ver-band. Seine Liebe zu ihr ist jedoch vom Selbstmord eines gemeinsamen Freundes überschattet. Nach einem Roman von Haruki Mura-kami entwirft der Film ein in den 1960er Jahren angesiedeltes Porträt, in dem jungendlicher Lebenshunger und der gesellschaftliche Aufbruch auf die Schwermut der jungen Leute als Erbe einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit stoßen. Der ruhig entwickelte, zwischen poetischen Naturaufnahmen und realistischer Erkundung des Lebensalltags angesiedelte Film erzählt von der Schönheit wie Gefährdung der Jugend und spiegelt metaphorische zugleich die Befindlichkeit einer ganzen Generation. Filmdienst: „sehenswert“

barfuss-auf-naktschnecken
Do. 12. Januar 2012 - 20:00 Uhr     B A R F U ß   A U F   N A C K T S C H N E C K E N
Frankreich 2010 - 103 min, Regie: Fabienne Berthaud
www.barfuss-auf-nacktschnecken.de
Inhalt: Nach dem Tod ihrer Mutter kümmert sich eine arrivierte Pariserin um ihre auf dem Land lebende jüngere Schwester, die sich in einer Fantasiewelt be-wegt. In der spannungsgeladenen Annäherung wird sich die Ältere ihrer Lebenslügen bewusst, trennt sich von Mann und Beruf und entwirft mit der Schwester eine gemeinsame Zukunft. Getragen von zwei herausragenden Schauspielerinnen und einem, die surreale Fantasiewelt kongenial umsetzenden Szenenbild, wirf der Film auf verspielte Art Fragen nach dem schmalen Grat zwischen „normal“ und „verrückt“ auf und stellt die Zwänge der bürgerlichen Gesellschaft in Frage .

nader-und-simin
Do. 09. Februar 2012 - 20.00 Uhr      N A D E R   U N D   S I M I N 
Iran 2011 - 123 min, Regie: Asghar Farhadi
www.nader-und-simin.de
Inhalt: Während seine Ehefrau den Iran verlassen möchte, entscheidet sich ein Mann aus der Mittelschicht fürs Bleiben, um seinen alten Vater nicht im Stich zu lassen, weshalb sich das Paar vorläufig trennt. Für die Betreuung des alten Mannes wird eine Frau aus armen, religiös orthodoxen Verhältnissen angestellt. Eine Reihe unglücklicher Vorfälle führt dazu, dass sich die Pflegekraft und der Mann bald vor Gericht gegenüber stehen. Es beginnt ein spannungsgeladener Prozess der Wahrheitsfindung. Eine genau beobachtende Studie alltäglicher Lebensumstände und familiärer wie sozialer Risse, die in Gestalt eines klug aufgebauten „Krimis“ eine zutiefst verunsicherte von moralisch-religiösen Zwängen überfrachtete und gespaltene Gesellschaft beschreibt. Filmdienst: „sehenswert“


März bis Juli 2011

kids are alright

Do. 10. März 2011 - 20:00 Uhr  
T H E   K I D S   A R E   A L R I G H T
USA 2010 - 106 min, Regie: Lisa Cholodenko

Inhalt:  Ein lesbisches Paar das gemeinsam zwei Kinder großzieht, gerät in eine Krise, als die Tochter nach ihrem 18. Geburtstag von ihrem Recht Gebrauch macht, ihren biologischen Vater kennen zu lernen. Dessen Eindringen ins Leben der Familie bringt schlummernde Konflikte an die Oberfläche. Mit Sinn für Situationskomik und spitzem Wortwitz lässt die erfrischende Familien - und Liebeskomödie die teils paradoxen, stets aber menschlich glaubwürdigen Sehnsüchte und Bedürfnisse der Beteiligten aufeinander prallen. Klug und unterhaltsam werden bürgerliche und alternative Lebensmodelle thematisiert. Golden Globe 2011 Bester Film, Beste Hauptdarstellerin

http://www.filmstarts.de/kritiken/102895-The-Kids-Are-All-Right.html

Offizielle Webseite
http://movies.universal-pictures-international-germany.de/thekidsareallright

 

goetter und menschen
Do. 14. April 2011 - 20:00 Uhr
V O N   M E N S C H E N   U N D   G Ö T T E R N
Frankreich 2010 - 120 min, Regie: Xavier Beauvois
Inhalt:  1996 wurden im Atlasgebirge in Algerien sieben Trappistenmönche ermordet, was den Islamisten zugeschrieben wurde, die das Land in den 1990er-Jahren mit Terror überzogen. Spirituelles Drama, das das Leben der Mönche und ihr intensives Ringen nachzeichnet, ob sie ihr Kloster aufgeben und fliehen oder aus Solidarität mit den Menschen bleiben und damit ihren Tod riskieren sollen. Die Film-sprache ordnet sich dem Rhythmus des klösterlichen Lebens unter, gewinnt dadurch aber den Raum, sich auf die christlich-theologischen Dimensionen der Entscheidungsfindung ein zu lassen. Filmfestival Cannes 2010 Großer Preis der Jury
http://www.vonmenschenundgoettern-derfilm.de/

elly


Do. 12. Mai 2011 - 20:00 Uhr
E L L Y
Iran 2009 - 119 min, Regie: Asghar Farhadi
Inhalt:  Eine Gruppe aus jungen Familien und zwei Singles macht von Teheran aus einen Wochenendausflug ans Meer. Eine der Frauen möchte die Alleinstehenden verkuppeln und zettelt gut gemeinte Intrigen an, die zunehmend für Unwohlsein bei der Betroffenen sorgen. Als sie plötzlich verschwindet, machen sich in der Gruppe Zweifel, Schuldzuweisungen und Verdächtigungen breit. Der Film zeigt eine Gesellschaft zwischen islamischer Tradition und modernem Lebensstil nach westlichem Vorbild. Dabei stellt er sowohl die regressive Be-drohung einer sich öffnenden Gesellschaft als auch die Risiken eines falsch verstandenen Freiheitsbegriffs zur Disposition.
Berlinale 2009 Silberner Bär Beste Regie
http://www.fugu-films.de/site_german/german_filme_elly.html

kin

Do. 09. Juni 2011 - 20:00 Uhr
K I N S H A S A    S Y M P H O N Y
Deutschland 2010 - 98 min, Regie: Claus Wischmann, Martin Baer
Inhalt:  Dokumentarfilm über das L´Orchestre Symphonique Kimbanguiste aus Kinshasa, das allabendlich 200 Musiker zusammenführt, die Beethoven, Verdi und Ravel spielen und davon träumen, zum 50. Jahrestag der Demokratischen Republik Kongo aufzutreten. Exemplarische Porträts vermitteln viel vom Alltag, wobei Disziplin und Ordnung des Orchesters zum Symbol der Suche nach Wegen
aus dem Chaos werden. Sehenswert Filmdienst
http://www.kinshasa-symphony.com/index.php?id=8&L=1

entberhrlichen

Do. 14. Juli 2011 - 20:00 Uhr
D I E   E N T B E H R L I C H E N
Deutschland 2009 - 105 min, Regie: Andreas Arnstedt
Inhalt:  Ein Junge, dessen familiäre Verhältnisse durch Arbeitslosigkeit desolat wurden, hält den Selbstmord seines Vaters geheim, um
nicht ins Heim zu müssen. Mit rauem Humor entwickelt die darstellerisch vorzügliche Sozialgroteske über Rückblenden die Geschichte einer gescheiterten Familie im Hartz-IV-Zeitalter. Präzise und fern von Klischees zeichnet der Film menschliche Porträts aus einer von der Gesellschaft weitgehend ignorierten, chancenlosen Unterschicht und verdichtet sich zu einer bemerkenswerten sozialen Bestandsaufnahme.
http://www.die-entbehrlichen.de

 

 



Filmübersicht  Kino Klub K3   September 2010 -
Alle Filme laufen im
www.Staufen-Movieplex.de im Staufen 6!
Poststraße 36 - 73033 Göppingen - Tel. 07161 73620
 

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Archiv KinoK3

Do. 09. September 2010 – 20:00 Uhr        Lola   
Philippinen/Frankreich 2009 – 110 min, Regie: Brillante Mendoza

Inhalt: Bei einem Raubüberfall wird ein Mann erstochen. Die Großmutter des Opfers, eine Frau aus einem Slum in Manila, versucht das Geld für eine würdige Beerdigung aufzutreiben, während die Großmutter des Täters, die in ähnlichen desolaten Verhältnissen lebt, alles daran setzt, Geld für eine außergerichtliche Einigung mit der Familie des Opfers zu organisieren. Ein erschütternder Einblick in eine Welt, in der Kategorien wie Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Sühne angesichts existentieller Not ihren Sinn zu verlieren drohen.
http://www.trigon-film.org/de/movies/Lola
 

 

 

Lola
all or nothing

Do. 14.Oktober 2010 – 20:00 Uhr            Bal-Honig
I. R. d. Interkulturelle Woche
Türkei/Deutschland 2009 – 103 min, Regie: Semih Kapanoglu

Inhalt:
Zwischen Yusuf und seinem Vater Yakup herrscht ein inniges Verhältnis. Oft begleitet der Junge den Papa in die umliegenden Wälder, wo dieser wilden Honig sammelt. Doch die Ausbeute wird zunehmend magerer. Yakup sucht tiefer in den Bergen nach besseren Plätzen für seine Bienenvölker. Tagelang wartet Yusuf auf die Rückkehr des Vaters. Umsonst. Als Angst und Sorge zu groß werden, nimmt der Junge seinen Mut zusammen und beschließt, nach dem Vermissten zu suchen. Das leise, suggestive und poetische türkische Drama ist Gewinner des Goldenen Bären 2010. 
http://www.bal-der-film.de/
 

Bal

Do. 11. November 2010 – 20:00 Uhr           Lourdes
Österreich/ Frankreich/ Deutschland 2009 – 90 min, Regie: Jessica Hausner

Inhalt: Eine an Multipler Sklerose erkrankte junge Frau erlebt bei einer Pilgerreise in Lourdes am eigenen Leibe eine „Wunderheilung“. Diese provoziert bei ihr wie auch bei ihren Mitreisenden widersprüchliche Gefühle. Der streng komponierte Film fängt mit distanziertem Blick das Treiben am Wallfahrtsort und die Dynamik innerhalb der Pilgergruppe ein. Am Schicksal der eindringlich gespielten Protagonistin entfaltet sich eine doppelbödige, herausfordernde Reflexion über die „Zumutung“ des Glaubens angesichts von Leid und Unglück. 
http://www.lourdes-derfilm.de
 

Lourdes

Do. 09. Dezember 2010 – 20:00 Uhr     Micmacs – Uns gehört Paris!
Frankreich 2009 - 104min, Regie: Jean-Pierre Jeunet

Inhalt: Ein Pariser Videothekar wird von einer verirrten Kugel in den Kopf getroffen. Er findet Zuflucht bei einer Gruppe wunderlicher Außenseiter auf einem Schrottplatz, wobei ihn die Mitglieder dieser bizarren Patchwork-Familie dabei unterstützen, es den Urhebern seiner Misere heimzuzahlen. Das retrofuturistisch angehauchte Drama entwirft eine Welt voller magischer Dinge, um von der Liebe zu erzählen. Die überbordende Fantasie erweckt den Eindruck, als hätten sich Leonardo da Vinci und Monty Python in HD ausgetobt, wobei die Inszenierung vor allem durch das hervorragende Darstellerensemble stets ausbalanciert wird.
http://www.micmacs.kinowelt.de
 

micmacs

Do. 13. Januar 2011 – 20:00 Uhr              Der Architekt
Deutschland 2008 - 93 min, Regie: Ina Weisse

Inhalt: Eine Familie reist nach dem Tod der Großmutter in die alte Heimat des Vaters, ein Bergdorf in den Alpen. Dort deuten sich Geheimnisse aus der Vergangenheit und künftiges Unheil an. Als eine Lawine jeden Fluchtweg verschüttet, eskalieren die innerfamiliären Spannungen. Mit Josef Bierbichler hervorragend besetzt.
http://www.reverse-angle.com/deutsch/filme/aktuell/Der_Architekt/der_architekt.htm
 

architekt

Do. 10. Februar 2011 – 20:00 Uhr             Woman without men
Deutschland/Österreich/Frankreich 2009 – 95 min, Regie: Shirin Neshat

Inhalt: Während der politischen Umwälzungen im Iran und der Proteste gegen die Absetzung des Premierministers Mossadegh führen 1953 die Wege vier Frauen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen in ein abgeschiedenes Landhaus. Ein suggestiver, auch symbolisch-allegorisch zu deutender Einblick in die Gefühls- und Denkwelten iranischer Frauen, der die realen politischen Ereignisse mit ihren persönlichen Geschichten verwebt. 
http://www.womenwithoutmen-derfilm.de
http://www.art-magazin.de/kunst/4536/shirin_neshat_women_without_men

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Kunstverein Göppingen
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