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Hier geht es zu den Internetseiten der Kunsthalle Göppingen.
Sie ist eine Institution der
Stadt Göppingen und zeigt seit 1989 zeitgenössische Kunst im internationalen Kontext in Einzel- und Themenausstellungen.
Öffnungszeiten:
Di - Fr  13-19 Uhr; Sa, So 11-19 Uhr, Mo sowie 24. Dezember geschlossen.


Kunstverein Göppingen in der Kunsthalle Göppingen

„ J a n  K ö c h e r m a n n .  D e a d   E n d   L o p e s “
26. November 2010 – 16. Januar 2011

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Eine raumgreifende Installation erwartet den Besucher in der diesjährigen Ausstellung Dead End Lopes des Kunstvereins in der Kunsthalle Göppingen.
Der Hamburger Installationskünstler Jan Köchermann hat speziell für die Kunsthalle diese begehbare Arbeit konzipiert. Der Raum der Kunsthalle muss verlassen werden, um in die autonome Welt von
Dead End Lopes aufgenommen zu werden. Die Installation präsentiert sich als Raum im Raum - der Kunstliebhaber betrachtet "nicht nur", sondern erlebt die Kunst mit allen Sinnen. Große skulpturale Satzung und modellhafte Miniaturräume ergänzen sich.

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Köchermann steht das Interesse am urbanen Raum. Urbaner Raum, der unterschiedliche Bedeutungen freigibt und gesellschaftliche Phänomene widerspiegelt. Einem Seismograph gleich spürt Köchermann Orte auf, die ein besonderes Potential bergen. Er untersucht wie in der Psychogeografie, den Einfluss der architektonischen und geografischen Umgebung auf unsere Wahrnehmung. Köchermann beeindruckte in den letzten Jahren mit Tunnelkonstruktionen und Unterführungen. Der Blick wird dabei auf Orte geworfen, die wir im Alltag kaum wahrnehmen, nicht selten ausblenden. In der begehbaren Installation Dead End Lopes wird das Moment des Tunnels aufgegriffen und weitergeführt.

Orte und Situationen sind aus ihrem eigentlichen Zusammenhang gelöst und werden auf einer anderen Bühne präsentiert. Köchermann schreibt um - Umschreiben reizt dabei unsere assoziativen Kräfte, lässt Verdrängtes zu, weist auf Risse und Brüche in unserem Alltag. Neue, unerwartete Räume entstehen und stellen unsere gewohnte Realitätserfahrung infrage. Dabei wird an der Schnittstelle von Kunst und Politik, Architektur und Wirklichkeit operiert.

Monotone Wohnblöcke schweben wie chinesische Lampions und haben ihre Schwere und Trostlosigkeit abgestreift. Eine Steckdose erinnert uns an die Selbstverständlichkeit von elektrischer Vernetzung, das absolut Unverzichtbare in unserer Zivilisationsstufe, unter einer Brücke montiert, für alle Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wird sie zum Verstoß.
Traumwandlerisch sicher bewegt sich der Künstler auf dem schmalen Grat zwischen Symbolischen und Konkretem,

Zur Eröffnung der Ausstellung am 26. November um 19.30 lädt der Kunstverein Göppingen herzlich ein. Das Artpartment bietet um 18.30 in einem Künstlergespräch mit Jan Köchermann die Möglichkeit zum Gespräch. Die Ausstellung wird vom 27.11.2010 bis zum 16.1.2011 dauern und zu den üblichen Öffnungszeiten in der Kunsthalle zu besuchen sein. Die Kunstvermittlung der Kunsthalle bietet ein interessantes Begleitprogramm an.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre.


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Zur aktuelle Ausstellung auf dem Spitalplatz Skulptur „ZIBONIKE“  von Robert Schad